Am 4. April 2025 fand die Exkursion der Klima- und Energiemodellregion Elsbeere Wienerwald zum Thema Kleinwindkraft statt. Kleinwindkraftanlagen, Windräder bis zu 50 kW Leistung, sind eher noch selten anzutreffen. Grundsätzlich ist aber steigendes Interesse wahrzunehmen. Eine Kleinwindkraftanlage bietet je nach Standortbedingungen eine perfekte Ergänzung zur klassischen Photovoltaik-Anlage. Die Kleinwindräder produzieren Strom zu Zeitpunkten, an denen entweder schwaches Sonnenlicht vorherrscht bzw. vermehrt auch in der Nacht. Deshalb stellt die Kleinwindkraft eine sehr interessante weitere Stromquelle für unsere Region dar, wo wir aktuell weder Großwindkraft noch Wasserkraft im größeren Umfang realisieren können.

Daher bemüht sich die Region Elsbeere Wienerwald von Beginn an Informationen und Wissen zum Thema Kleinwindkraft zu verbreiten. Kleinwindkraftanlagen können nämlich nicht überall und beliebig realisiert werden. Sie gelten großteils als Bauwerk und müssen einem Genehmigungsverfahren unterzogen werden. „Somit wollen wir von Beginn an Projektanten und die zuständigen Personen der Baubehörden umfassend informieren“, unterstreicht Matthias Zawichowski die Bedeutung der umfassenden Informationsvermittlung.
Drohnenfoto des Energie-Forschungspark Lichtenegg (©EcoChange Consulting)
Im Rahmen der Exkursion am 4. April 2025 wurden Projekte in der Buckligen Welt, in Teesdorf und am Stollberg besucht und vorgestellt, wo umfangreich Erfahrungen ausgetauscht wurden. In Lichtenegg in der Buckligen Welt besuchte die Gruppe den Forschungspark für Kleinwindkraftanlagen, wo solche Anlagen auf deren Tauglichkeit umfassend geprüft werden.
Am 15. Mai 2025 lud die Klima- und Energiemodellregion Elsbeere Wienerwald gemeinsam mit der Gemeinde Brand-Laaben zum Informationsabend ein. Primär ging es um das Thema der Kleinwindkraft, die speziell an ausgewählten Standorten eine gelungene Ergänzung zur klassischen Photovoltaik-Anlage darstellt. Experte Kurt Leonhartsberger stellte die Standortanforderungen für eine Kleinwindkraftanlage vor und präsentierte die notwendigen Projektunterlagen für ein Genehmigungsverfahren für eine solche Anlage zur Ökostromgewinnung. Es ist ein Bauverfahren bei der Gemeinde anzumelden und durchzuführen. Ein solches Bauverfahren wurde bereits bei der Gemeinde Brand-Laaben durchgeführt. Am Stollberg ist bereits eine 10 kW Kleinwindkraftanlage genehmigt und in Betrieb – zur vollsten Zufriedenheit des Besitzers, der seine Erfahrungen ebenfalls im Rahmen eines Interviews zur Verfügung stellte.

Neben dem Thema der Kleinwindkraft wurde die Erweiterung der Energiegemeinschaft auf das Umspannwerk Hainfeld vorgestellt. Die Energiegemeinschaften der Region Elsbeere Wienerwald freuen sich aktuell großer Beliebtheit – mehr als 1.000 Zählpunkte konnten bislang aktiviert werden. Die Gebiete Klamm, Klammhöhe, Kleindurlas, Stössing u.a. werden über das Umspannwerk Hainfeld versorgt und können nun auch über die Energiegemeinschaft Elsbeere Wienerwald am gemeinschaftlichen Stromaustausch teilnehmen.
Die Bewerbung zur Mitgliedschaft ist auf der Website der Energiegemeinschaft notwendig (www.eeg-elsbeerewienerwald.at).